Hausgänse
“Fränkische Landgans“ 


Diese Hausgänse sind die direkten Nachkommen der europäischen Wild-Graugans.
Sie wurden vor Jahrhunderten zum Haustier gemacht und sind heute noch voll flugfähig.
Sie tätigen im zeitigen Frühjahr ein Gelege bis zu 13 Eiern. Beim letzten Ei sitzen sie bereits fest, polstern das Nest mit ihren Daunen aus und brüten 30 Tage.

 
Während der Brutzeit bewacht der Ganter die brütende Gans oder Gänse. Nach dem Schlupf der Gössel werden diese von beiden Elterntieren geführt, beschützt und aufgezogen. Wird ein Gelege zerstört oder weggenommen, erfolgt ein Nachgelege.
Diese Gänse wurden auf allen Dörfern, von fast jedem Bauern gehalten. Sie liefen völlig frei umher, mit Zugang zum ‚Bach, Teich oder Fluss mit angrenzender Weide. Sie dienten der Bettfedergewinnung und als leckerer Braten, Schlachtgewicht ca. 4-6 kg.
Flurbereinigungen und wachsender Straßenverkehr führten zu wachsenden Problemen, die ein Freilaufen immer unmöglicher machten. Eine Haltung im Hof oder beengtem Garten ohne Wasser und ausreichender Weide führte zu Unfruchtbarkeit. Die Abschaffung war die Folge.
So sind diese schönen, in allen Punkten völlig natürlichen gebliebenen Tiere in den Jahren 1960-1970 so gut wie ausgestorben.
Aus diesen wurden im Laufe der Zeit die verschiedensten Rassen und Wirtschaftsgänse heraus gezüchtet, auf Gewicht und Legeleistung spezialisiert. Leider sind dadurch die natürlichen Eigenschaften wie: 
- Erscheinungsbild - Bruttrieb und Brutverhalten - normales Gelege - Farbe - Flugfähigkeit
völlig verändert oder verloren gegangen. 
Wir wollen diese „Alte Rasse der Landgänse“ erhalten.